Favorit Karmelitermarkt: Zimmer 37

 

(Oktober 2016) Mein Favorit am Karmelitermarkt ist das ‚Zimmer 37 Haidacher‘. Ich kenne das Lokal seit Jahren und schätze die konstant bleibende super Qualität der Speisen. Egal ob Frühstück, Mittagessen oder Kuchen und Kaffee, alles schmeckt ausgezeichnet. Außerdem mag ich seine entspannte Atmosphäre.

Es ist ein entschleunigtes Lokal, Stress hat hier nichts verloren. Schon beim Betreten habe ich den Eindruck, ich habe ein Stück Lebensqualität gewonnen. Das Lokal ist freundlich und bunt, es gibt gesundes Essen in Karmeliterangenehmem Ambiente.

Ich habe eine Schwäche für kleine, individuelle Läden und mag persönliche, inhabergeführte Geschäfte. Das Zimmer 37 ist so ein Ort: Hier machen Mutter, Iris Feeback, und Tochter, Johanna Haidacher, gemeinsame Sache, gelegentlich unterstützt von einer freundlichen Mitarbeiterin. Sie zaubern Essen nach der TCM-Methode ‚5-Elemente‘. An diesem Marktstand geschieht Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten. Das heißt, die Ernährung wird gemäß den saisonalen Gegebenheiten angeboten (kein Erdbeerkuchen im Dezember!). Zu kaufen gibt es Obst und Gemüse, Brot, Eier und einiges mehr für den täglichen Essensbedarf.

Zimmer 37

Als Frühstück gibt’s zum Beispiel das ‚energized vegan‘ mit wahlweise einem Smoothie, Kurkuma- oder Macha-Latte und einer kleinen Portion warmem Brei. Oder das ‚Berrylicious‘ mit Bio-Joghurt mit Granola und Bio-Früchten, kleinem Brei und poschiertem Ei auf Sprossenbrot. Jeden Tag wird ein warmes Menü mit Suppe und Hauptspeise serviert.

Die Küche der ‚Food Rebels‘ – wie sie sich auf Facebook nennen -, wurde mittlerweile modernisiert. Man sieht, hier haben sich die beiden einen guten Ruf plus Fangemeinde erarbeitet und über die Jahre etwas Schönes aufgebaut.

Das Zimmer 37 gibt es seit sechs Jahren. Immer wieder hört man, das Lokal habe Schwierigkeiten. Ich kann mich daran erinnern, vor ein paar Jahren eine Petition unterschrieben zu haben, als dem Lokal die Schließung drohte. Derzeit ist es anscheinend wieder so weit. An der Fensterscheibe informiert eine Mitteilung (siehe Bild),Karmeliter daß eine Aktion ’scharf‘ laufe, die die Standler zum peniblen Einhalten diverser Gesetze anhalte – der Handel darf maximal 8 Sitzplätze als Nebenerwerb bespielen – und hohe Verwaltungs-Geldstrafen nicht nur androhe. So weit, so ‚gut‘. Dass sich viele Geschäfte auf dem während der Woche sehr ruhigen Markt nur mit dem Anbieten von Speisen über Wasser halten können, ist jedoch gar nicht gut! Außerdem warten angeblich größere Unternehmen am Karmelitermarkt nur darauf, kleinere, scheinbar uninteressante Ladenlokale zu übernehmen, um die Konkurrenz auszuschalten. Überhaupt nicht gut!

Wenn ich mit Leuten spreche höre ich immer wieder, daß ein Marktbesuch eine so herrliche kleine Auszeit ist, wenn man zum Beispiel in der Mittagspause abseits des Büros abschalten will: Man ist an der frischen Luft, der Markt ist bunt und es gibt viele nette Ecken zum Verweilen, Gustieren und Einkaufen.

Daher dürfen so kleine, charmante Lokale wie das Zimmer 37 nicht verschwinden! Viele kleine individuelle Angebote vorzufinden auf einem Markt – oder wo auch immer –  ist attraktiver als ein, zwei Platzhirsche (die ohnehin an mehreren Orten der Stadt zu finden sind). Das finde ich erstens langweilig und zweitens ist der Kuchen groß genug, um ihn unter mehreren aufzuteilen. Die Markt-Forscherin liebt nun einmal die Vielfalt und die Abwechslung!

Abgesehen vom Zimmer 37 hat der Karmelitermarkt noch andere sympathische, kleine Lokale zu bieten. Das ‚Haidacher‘ ist aus oben genannten Gründen mein Favorit. Was sind eure Lieblinge am Karmelitermarkt und warum?

Lage & Öffnungszeiten
(Update 5/2018): Dienstag bis Freitag: 10:00 bis 19:30
Samstag: 08:30 bis 14:00
Website: http://zimmer37.at/

lage-zimmer-37

2 Kommentare

  1. Das kulinarische Angebot und der einmalige Flair sind sehr gut beschrieben. Hoffe sehr, dass die Vielfältigkeit der Lokale am Markt bestehen bleibt bzw noch mehr Kleinode wie das Zimmer 37 hinzukommen.

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    • Danke, Birgit! Ja, das wäre toll. Hinter so einem Projekt steckt irre viel Arbeit. Man muss wirklich überzeugt von der Sache sein, um so lange durchzuhalten. Deshalb ist es umso bewundernswerter, dass es in Wien Marktlokale wie das Zimmer 37 gibt.

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