Favorit Volkertmarkt: Nelke

Am Volkertmarkt, einem der insgesamt drei Märkte in der Leopoldstadt, fällt mir die Wahl meines Favoriten nicht schwer: Das Café Nelke. Es hat in der warmen Jahreszeit den besten Gastgarten zum draussen Sitzen, Relaxen, Schauen, Dösen … Und im Winter lädt das mit Vintagemöbeln bestückte Lokal ein. Frühstück gibt’s den ganzen Tag, außerdem ein warmes Tagesmenü.

Radelt man durch’s Volkert- und Alliiertenviertel, rechnet man nicht mit dem, was einen bei der Nelke erwartet: Große vielseitig bepflanzte Beete mit Sonnenblumen und Himbeeren säumen den Teil des Volkertmarkts, wo sich das Café befindet … Es ist der größte urbane Garten, den ich bis jetzt auf einem Wiener Markt entdeckte. Die Nelke hat einen großen Gastgarten mit Fauteuils, Sesseln, Tischen und Liegestühlen, dazu Palmen, Bambus und Oleander in Blumentöpfen. Hier hängst du gemütlich ab oder arbeitest du – WLAN ist vorhanden. Ich habe den Eindruck, der Volkertmarkt ist im noch tieferen Dornröschenschlaf als der Vorgartenmarkt. Das trifft noch mehr zu, seit dort die Mochi Ramen Bar eröffnete.

Das Interieur der Nelke ist das coolste vom ganzen Markt und wirkt wie ein gemütliches Wohnzimmer: Vintage mit  Sitzgelegenheiten für jeden Geschmack, eine Bar, Fauteuils, Tische, eine Eckbank, Sessel. Die Bedienung ist sehr freundlich und der Wandschmuck wechselt. In den vergangenen Monaten hingen Fotografien an den Wänden, nun ziert ein Graffiti die große Wand, das bestimmt länger zu sehen ist.

Die Nelke wurde im Frühjahr 2013 eröffnet. Meine Recherchen im Netz zeigen, dass die durchwegs positiven Beschreibungen übereinstimmen: Freundliche Bedienung, gemütliche Vintage-Möbel, gutes Essen mit moderaten Preisen … Das Lokal war vorher eine Ćevapčići-Bude, der Falter tituliert es als Szenelokal, die Besitzer sind auch hier Berufsaussteiger und kommen ursprünglich aus einem ganz anderen Bereich, den Naturwissenschaften. Das Publikum ist gemischt. Ich habe den Eindruck, dass das Lokal das erweiterte Wohnzimmer für die Anrainer ist. Einziger Nachteil – der sich bald erledigt hat: Drinnen darf geraucht werden.

Geschichte

‚Volkert‘ leitet sich vom Namen der Grafen ‚Volckhra‘ ab. Diese besaßen im 18. Jahrhundert das Gelände, auf dem sich der Markt heute befindet. Im 19. Jahrhundert errichteten Händler hier einen illegalen Markt, der nachträglich von der Stadt genehmigt wurde. Im 2. Weltkrieg wurde der Markt zerstört, danach mit den gemauerten Ständen neu gebaut. Die heutige Form erhielt der Markt in den Jahren 1999 / 2000.

Speisen & Getränke

Es gibt den ganzen Tag Frühstück, jedes inkludiert 1/8 frisch gepressten Orangen-, Karotten- oder Apfelsaft. Das Ost-Frühstück kommt unter anderem mit russischem Salat und das ‚Ami light‘ mit Erdnussbutter-Toast und frischem Obst. ‚Bobo-Getränke‘ wie Fentimans Rosewater und Goldkehlchen Cider stehen auf der Karte, den Espresso gibt’s für 2,10 Euro. Täglich wird ein ein warmes Mittagsmenü gekocht, Hauptspeise und Suppe, zum Beispiel Krautrouladen mit Püree, Knödelröster oder Linsensuppe.

Öffnungszeiten: Mo – Sa, 10 – 22 Uhr
Nelke Facebook

Lage & Anreise

Lage Volkertmarkt

Der Markt liegt im 2. Bezirk, im von der Tabor-, Heine-  und Nordbahnstraße umrahmten Grätzl und ist am besten mit dem Rad erreichbar. Die Buslinie 5B hält direkt am Markt. Mit der Bim gelangst du auch hier her, mit der Straßenbahn 5, Station ‚Nordbahnstraße‘, oder mit der Straßenbahn 2, ‚Am Tabor‘ oder ‚Taborstraße/Heinestraße‘.

Empfohlener Blogartikel: Der Volkertmarkt, das kleine Arschloch

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