Photovoltaik: Eigene Energie für den Vorgartenmarkt

(Dez 2015) In der Hoffnung auf guten Stoff für den Blog nahm ich vorletzte Woche am Grätzlforum im Haus der Gebietsbetreuung (GB*2/20) teil. Die Rede kam auf das Photovoltaik-Projekt für den Vorgartenmarkt.

Die Idee ist, eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Marktstände zu Photovoltaik - Projekt am Vorgartenmarktinstallieren und so Energie für die Marktstände zu gewinnen – für den Strom- und Warmwasserbedarf der Geschäfte.

Die Lage des Marktes eignet sich angeblich sehr gut – weil ziemlich sonnig. Im Süd-Osten des Standorts befindet sich sogar ein quasi nicht verbautes Areal: der Sportplatz des Sigmund-Freud-Gymnasiums. Und daran wird sich vermutlich so bald nichts ändern.

Der Vorgartenmarkt wäre damit der erste und einzige Markt weit und breit, der seine eigene Energie produziert.

Es gab dazu zwei Studentenprojekte, eines von der Boku in Kombination mit der WU, und eines mit dem Technikum, die ihre Ideen für den Markt entwickelt haben. Eine darauf basierende Machbarkeitsstudie soll im nächsten Schritt prüfen, ob z. B. die Statik der Marktdächer dem Gewicht der Solarzellen standhält. In weitere Folge evaluiert man, ob ein Bürger-Finanzierungsmodell möglich ist und wie das aussehen könnte. Also, dass z. B. zusätzlich zu einer Förderung sich auch Standbesitzer und Bewohner finanziell beteiligen.

Die Idee, am Markt eigene Energie zu erzeugen, die wiederum von den Markt-Standlern bezogen wird, finde ich charmant. Ein bisschen skeptisch bin ich bezüglich der optischen Umsetzung. Mir ist in letzter Zeit ein wenig das Vertrauen abhanden gekommen, dass man am Markt ein ein gutes Händchen für ansprechende gestalterische Maßnahmen hat. Dabei denke ich an den sukzessiven Austausch der Photovoltaik-Projekt am Vorgartenmarkthübschen 60er-Jahre-Geschäftsfronten gegen meiner Meinung nach lieblose moderne Metall-Glas-Fronten.

Bis dieses Projekt realisiert wird, werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Insofern muss ich mir jetzt wohl keine Gedanken bzgl. der Verschandelung „meines“ Marktes machen.

Anmerkung 12/2016: Das Photovoltaikprojekt wird aus wirtschaftlichen Gründen als – zumindest derzeit – nicht realisierbar eingestuft und nicht weiter verfolgt. Dafür denkt man nun über ein Pilotprojekt für den Markt in Sachen Nachhaltigkeit nach.

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